Wie eine Walnuss-Schale zur Lebensgefahr wurde…

Wie eine Walnuss-Schale zur Lebensgefahr wurde…

Ein Bericht aus eigener Erfahrung. Zum Aufklären.

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Sonntag Nachmittag… wir hatten einen tollen Workshop und sind danach noch zu unserem Garten-Grundstück gefahren, um dort zu entspannen und das tolle Wetter zu genießen. 1000 qm… für die Hunde ein Paradies. Wir waren nach dem Winter zum ersten Mal wieder dort.

Als die Sonne unterging haben wir beschlossen mit den Autos nach oben zu fahren, um noch die restlichen Sonnen-Minuten zu genießen. Die Hunde lagen im Auto, wir saßen auf der Stoßstange.

Ca. 30 – 45 Minuten später fing Chico an sich zu übergeben. Ich zog ihn sofort aus der Box heraus… er zitterte, krampfte und konnte kaum stehen.

Wie aus dem Nichts.

Ich hielt ihn… sein Kopf zuckte. Er erbrach ein weiteres Mal… Sein Zustand wurde sekündlich schlechter…

Ich kniete auf dem Feld und hielt ihn fest…

Sandra und Manu haben sofort reagiert und waren schon am telefonieren. Welche Tierklinik hat am Sonntag Abend um 18.30 Uhr noch geöffnet ?!

Beim Kleintierzentrum Hirschberg hat Sandra den Arzt erreicht, der sagte, wir sollen sofort kommen.

Ich habe Chico zitternd, krampfend auf die Rückbank gelegt und versucht ihn zu fixieren, damit er sich nicht verletzt. Er war nicht mehr ansprechbar.

In der Klinik angekommen hat der TA sofort reagiert. Sie haben sofort einen Venen-Zugang gelegt und Diazpam gespritzt, um den Krampfanfall zu stoppen.
Nach ca. 1 Minute entspannte sich der Körper. Er krampfte nicht mehr, zuckte noch leicht. Chico war völlig apathisch, nicht ansprechbar.

Chico wurde an eine Infusion gehängt.

Diverse Untersuchungen wurde gemacht, aber ohne Befund.

Es könnte ALLES sein.

Wir waren einfach nur da.
Für ihn.

So vergingen 3 lange Stunden, wo ich betete, dass er es schafft. Er lag auf der Seite, die Augen waren offen, aber er reagierte nicht.

Kurz nach 21.30 Uhr sollte ich die Entscheidung treffen, was nun gemacht wird. Der TA erklärte mir, was zu tun ist, wenn er daheim erneut krampfen würde…

Auf einmal…. Wie aus dem Nichts hob er den Kopf und schaute ganz klar, als würde er sagen „So wir gehen jetzt heim“…

 

Das haben wir dann auch später gemacht. Wir haben Chico ins Auto getragen und sind mit dem Venenzugang und einigen Notfall-Medikamenten nach Hause gefahren.

Dort angekommen, konnte er sogar im Garten stehen und sein Geschäft erledigen. Er war aber noch sehr sehr schwach… torkelte, wackelte, zitterte…

Dann legten wir ihn in sein riesen Donut und er schlief ein, mit Pepper an seiner Seite. Die Nacht war allgemein ruhig… der Montag auch. Er hat den ganzen Tag geschlafen.

Am Dienstag morgen haben wir uns dann auf den Weg gemacht zu unserem Vertrauens-Tierarzt Thomas Backhaus in Longuich.

Er sah das Blutbild von Sonntag und fragte sofort, was er gefressen habe.

Ich war die Ganze Zeit bei ihm, ein Gitfköder ist ausgeschlossen.

AUSSER: die Walnuss Schalen im Garten…

… die er zerkaut hatte. Es waren vielleicht 4-5 Schalen, die er in Maul hatte… von den 10000, die dort rumliegen.

AHA, … da haben wir es.

#Walnüsse können mit dem Pilz Penicillium crustosum befallen sein, der ein Gift namens #Roquefortin C bildet. Dieses ist ähnlich giftig wie #Strychnin und kann bei Hunden zu schweren Anfällen mit #Krämpfen und #Erbrechen führen. Dieses #Gift wirkt zentral nervös, legt das Zentrale Nervensystem lahm. Im schlimmsten Fall kann es tödlich enden.

Von 500 Schalen kann es eine einzige sein…

Chico hatte ein Riesen Glück. Thomas Backhaus sagt, es ist fast unglaublich, dass er das Ganze geschafft hat!

Nach fast 3 Stunden nicht ansprechbar sein, kämpfen, aufzuwachen und wieder klar zu sein, ohne neurologische Schäden, ist wie ein Wunder!

Und das mit 12,5 Jahren und einer dilatativen Kardiomyopathie.

Chico bekommt seit 4 Monaten hochdosiert Vitamin B – Komplexe und Algen, sowie weitere pfanzliche Zusätze, um die Nebenwirkungen der Herzmedikamente abzupuffern. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese gute Grundlage in seinem Körper die Abwehr gegen das Toxin geschafft hat.

Er hat gestern noch eine Infusion bekommen mit diversen Zusatzstoffen für das Gehirn, die Durchblutung, die Entgiftung und Ausleitung. Er bekommt nun zusätzlich noch #Omega3 und #Q10 sowie #Cerebrum Compositum.

Heute Nachmittag waren wir schon wieder eine kleine Runde Gassi und der Opi ist super gelaufen und hat sich in der Sonne gewälzt.

Ich danke von Herzen Sandra und Manu, die die ganze Zeit bei uns waren und Sandra auch die Nacht von Sonntag auf Montag mit mir Chico bewacht und gehütet hat. Ihr seid die Besten!


4 Antworten zu “Wie eine Walnuss-Schale zur Lebensgefahr wurde…”

  1. Unglaublich!!! Großes Glück gehabt!

    Wir wünschen Chico weiterhin gute Besserung. Dem ganzen Team großen Respekt.
    Und natürlich liebe Grüße von Jochen, Inge und Finn.

  2. Toll dass er das geschafft hat und vielen vielen Dank für das Teilen. LG Pauline & Penny

  3. Danke für die Auflärung. Schreckliche Geschichte… zum Glück mit Happy End. Alles Gute weiterhin für Euch!

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